Geschwister der Bäume - Sa. 18.03 - ARTE: 20.15 Uhr

Beeindruckendes Plädoyer für "die Luft zum Atmen"

Mundiya Kepanga, Stammesoberhaupt der Huli in Papua-Neuguinea, kam auf dem Laubteppich eines jahrhundertealten Feigenbaums zur Welt. Das war irgendwann Mitte der 1960er-Jahre. Ganz genau weiß Kepanga das nicht. Eine Zeitrechnung spielt im Hochland des Inselstaates im Pazifik keine Rolle. Mitten im Urwald lebten die wenigen Menschen im Einklang mit der Natur. Wenn der Häuptling heute von genau diesem Land spricht, in das er geboren wurde, erzählt er von einem "Naturheiligtum der Erde". Im Dokumentarfilm "Geschwister der Bäume" von Marc Dozier und Luc Marescot, den ARTE nun erstmals im Rahmen eines Thementages "Von Bäumen und Menschen" zeigt, macht er dies jedoch nicht inmitten mächtiger Bäume des Regenwaldes. Er steht mit nackten Oberkörper auf dem Times Square in New York, vor dem Eiffelturm in Paris oder vor Big Ben in London. Es sind beeindruckende Bilder.

Kepanga hat den Weg in die Moderne der großen Citys des Westens gefunden. Nicht, weil er wollte. Sondern weil er musste. Die Abholzung des Regenwaldes, die auch auf Papua-Neuguinea in den vergangenen zehn Jahren dramatisch schnell vorangeschritten ist, hat ihm die Schneise geschlagen. Nun ist er auf dieser immer wieder unterwegs zu internationalen Veranstaltungen. Der Häuptling etwa spricht auf einer französischen Senatssitzung, hält ein Kolloquium zur Weltklimakonferenz oder trifft sich mit dem Schauspieler und Aktivisten Robert Redford. Seine Botschaft bleibt dabei immer eindeutig. Kepanga sagt: "Der Regenwald erzeugt die Luft zum Atmen!" Ohne sie gebe es bald auch kein Leben mehr.

Anlässlich des bevorstehenden internationalen "Tag des Waldes" am Dienstag, 21. März, mit dem die UNO auf die mitunter erbärmlichen Zustände der "Grünen Lungen" dieser Erde aufmerksam machen will, widmet ARTE den Bäumen einen ganzen Thementag. Bereits ab 12.55 Uhr setzt der Sender Dokumentation über den "Wert der Wälder" in sein Programm. Unter anderem geht es um den "Nutz und Schutz des Urwalds" im Kongo (13.40 Uhr) oder um "Die Sundarbans - Im Mangrovenwald Bengalens" (14.25 Uhr).


Am Öko-Tag bei ARTE ist zudem die Historie der Naturschutzorganisation "Greenpeace" (21.40 Uhr) zu sehen. Die Umweltaktivisten der frühen 1970er-Jahre war es, die viele erst auf die dramatischen Folgen einer rücksichtslosen Ausbeutung des Planeten aufmerksam gemacht hatten.


Andreas Schöttl
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