37°: Frauen im Knast - Di. 21.03 - ZDF: 22.15 Uhr

Verlorene Zeit

Ihre besten Jahre verbringt sie hinter Gittern. Dijana P. weiß das. "Wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurückdrehen", sagt sie. Mit 21 Jahren ist sie in den Knast gekommen. Das Urteil: lebenslang wegen Raubmordes! Während andere Frauen "draußen" ihr Leben genießen, mit Freundinnen vielleicht gerade an einem sonnigen Tag vor einem Café sitzen, kennt Dijana nur die Mauern der Justizvollzugsanstalt (JVA) Vechta in Niedersachsen. Seit elf Jahren sitzt sie hier schon ein. Mit nun 32 Jahren möchte sie ein neues Leben. Doch dieses kann frühestens beginnen, wenn in vier Jahren ihr Antrag auf eine vorzeitige Entlassung Erfolg haben sollte. In dem Film "Frauen im Knast" von Ulrike Schenk und Frauke Siebold, den das ZDF nun im Rahmen von "37°" zeigt, erzählen Frauen wie Dijana oder Melanie B., die eine eindeutige Drogenvergangenheit hat, von einem Leben zwischen Hoffnung und tiefem Frust, zwischen Aufbruchstimmung und Koller.

Eintönigkeit und auch Langeweile bestimmen ein Dasein zwischen dem gefürchteten A- und dem G-Flur. Anders als in einem Männerknast, in dem mehr Gewalt herrscht, wie Gefängnisarzt Karlheinz Keppler weiß, äußert sich Frust unter Frauen vor allem in psychologischeren Auseinandersetzungen - in einem Zickenkrieg, wie man vielleicht sagen könnte.

Der "37°"-Film, der ein Jahr lang die dynamischen Beziehungen der Frauen untereinander eingefangen hat, zeigt auch, dass bereits ein kleines Gerücht zu großen verbalen Gemeinheiten unter den 300 Insassinnen in Vechta führen kann. Dijana hat viele dieser Situationen erlebt. Sie kennt diese besser, als mit Freundinnen vielleicht in der Sonne vor einem Café zu sitzen. Noch einmal sagt sie in ihrem neun Quadratmeter großen Haftraum: "Wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurückdrehen."


Andreas Schöttl
Im ARD-Ehedrama "Ich war eine glückliche Frau" erfährt eine Mutter, dass sie und ihr Ex-Mann über Jahre beobachtet wurden. Vom älteren pensionierten Paar nebenan.
Musik machen, um reich und berühmt zu werden? Der pure Spaß daran zählt so viel mehr! Keira Knightley strahlt, Mark Ruffalo grinst, und wir jauchzen mit.
Eine spannende Aufführung: Elijah Wood schlüpft in dem nervenaufreibenden Thriller "Grand Piano" in die Rolle eines Pianisten, der um sein Leben spielt.
Die Detectives Hardy und Miller lösen ihren letzten Fall: Auch die dritte "Broadchurch"-Staffel entfaltet noch einmal das ganze Suchtpotenzial dieser britischen Klasseserie.
Vergangenheitsbewältigung im Ländle: Der Stuttgarter "Tatort" weckte die Geister toter RAF-Terroristen.
Was macht Europa zu Europa? "Terra X" widmet sich mit Historiker Christopher Clark in "Der Europa-Saga" der Geschichte und Kultur des Kontinents.
Vier Kandidaten stehen zur Auswahl: Wer soll den Bambi als Deutschlands bester Moderator bekommen?
Kriminalklassiker mal anders: Zum 50. Geburtstag stellt die Sonderausgabe "Aktenzeichen XY ... gelöst!" aufgeklärte Verbrechen in den Mittelpunkt.
Wenn das kein Grund zur Freude ist - zumindest für langjährige "Sturm der Liebe" Fans. Denn sie sehen für neun Folgen einen alten Bekannten wieder: Lorenzo Patané als Robert Saalfeld.
Während eines Drehs in Köln wurde das Produktionsteam der ZDF-Krimiserie "Heldt"angegriffen. "Dort drehen wir nicht mehr", erklärte die Produzentin.
Für die Miniserie "Kleine Sünden" standen erstklassige deutsche Schauspieler vor der Kamera. Sie wird ab Januar beim Pay-Sender Heimatkanal zu sehen sein.