Erlebnis Erde: Wildes Spanien - Mo. 27.03 - ARD: 20.15 Uhr

Durch den rauen Norden

Die Iberische Halbinsel zählt - erst recht nach dem Zusammenbruch des Tourismus in der Türkei - zu den beliebtesten Urlaubszielen. In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres hat Spanien einen neuen Besucherrekord verzeichnet: Bis Ende Oktober kamen 67,5 Millionen ausländische Touristen. Die beliebtesten Ziele waren Katalonien sowie die Balearen und Kanarischen Inseln. Dagegen blieb der atlantische Norden zwischen Galizien und dem Baskenland von den ganz großen Besucherströmen weitestgehend "verschont". Für die Natur entlang der rauen Atlantikküste erweist sich das als Glücksfall, belegt durch eine Artenvielfalt, die in anderen Regionen Europas kaum mehr zu finden ist. Sie zog den Naturfilmer Hans-Peter Kuttler rund zwei Jahre in den Bann. In seiner sehr aufwendig - unter anderem mit Oktokopter für die Flugaufnahmen - produzierten zweiteiligen Naturdoku, die nun im Ersten zu sehen ist, zeichnet er das spannende Porträt eines sehr "Wilden Spaniens" abseits der sonnenverwöhnten Mittelmeerküste.

Im Kantabrischen Gebirge beispielsweise entdeckt Kuttler das Jagdverhalten von 140 Kantabrischen Braunbären. Die größte Bärenpopulation Westeuropas geht auf Beutefang entlang extrem steil abfallender Berghänge. Die zahlreichen Bäche des Gebirges fließen in den Atlantik. Der Ozean wird genau vor der Küste Spaniens von Giganten bewohnt. Pottwale sind zu sehen und sogar auch Riesenhaie, die zweitgrößten Fische der Welt.

Teil zwei der Naturdokumentation folgt am Montag, 3. April, 20.15 Uhr. Kuttler zeigt dann im "Mediterranen Süden" unter anderem den Kampf der Gänsegeier, wenn sie sich um einen Kadaver fetzen.


Andreas Schöttl
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