Ein starkes Team - Treibjagd - Sa. 25.03 - ZDF: 20.15 Uhr

Sputnik singt beim Jubiläum

Seit 23 Jahren und 70 Folgen wirken sie nun erfolgreich in Berlin: Florian Martens und sein "starkes Team". Martens' kongeniale Partnerin Maja Maranow starb im Januar 2016, seit nunmehr sechs Folgen ist Stefanie Stappenbeck ihre Nachfolgerin. Eine Art Komplementärfigur zu Maranow, sympathisch und unterkühlt. Das Beinahe-Liebesverhältnis von ehedem ist nun einer Art Vater-Tochter-Beziehung gewichen. "Treibjagd", der 70. Fall des beliebten ZDF-Dauerbrenners, ist ein sorgfältig inszenierter Agentenkrimi (Regie: Martin Kinkel) und so etwas wie ein Bravourstück für Dominic Raacke, den Berliner Ex-"Tatort"-Kommissar, der hier sehr überzeugend einen hartnäckig verfolgten Kronzeugen gegen die Russenmafia spielt.

Der Jubiläumsfall überzeugt weniger durch Handlungsbrisanz als durch seine sorgfältige Figurenpflege. Dominic Raacke muss einen unbescholtenen Statiker bei der Baubehörde spielen - ein für den Zuschauer unbeschriebenes Blatt, das die Staatsanwaltschaft allerdings als Kronzeugen wider einen russischen Mafiaboss auserkoren hat. Der Prozess ist in drei Tagen anberaumt, und daher tut der besagte Moskauer Pate alles, um Carsten Auerswald (Raacke) aus dem Weg zu räumen. Erschwerend für Auerswald kommt hinzu, dass er sich von seiner Frau trennen musste und mit dem an sich geliebten Sohn in einer pubertären Auseinandersetzung liegt.

Ach so, der Mord! - Den gab's, als Auerswald nach der Stammkneipe einer russischen Dame in deren Wohnung folgte - auf eine Flasche Wein. Gleich nach dem Korkenknall versuchte ihn allerdings die Dame mit einem Draht zu lynchen. Das bedeutete für sie den Tod - Notwehr mit dem Korkenzieher. Sofort findet das fleißig recherchierende "starke Team" um Linett Wachow (Stefanie Stappenbeck) und Otto Garber (Florian Martens) heraus, dass die Dame eine Auftragskillerin der Russenmafia war - der Kronzeuge Auerswald sollte ihr nächstes Opfer sein.


Wer aber hat die Mafia auf Auerswalds Spur gebracht, war da ein Leck im Polizei- oder Justizgetriebe? Das wird alles ein bisschen zu früh, wenn auch wie immer sehr lakonisch aufgetischt. Die Spannung hält sich demnach in Grenzen. Das Pistolengefuchtel ist fortan groß, wenn auch pittoresk - jeder darf mal halten, auch Auerswalds mutiger Sohn. Der Mafiakiller am allerausführlichsten.


Ansonsten spielen sich einmal mehr die Teammitglieder gekonnt in den Vordergrund. Das Geplänkel zwischen Martens und Stappenbeck funktioniert alleine schon wegen des Berliner Idioms, Reddemann (Arnfried Lerche) brilliert als zugeknöpfter Bilderbuchchef, und Ben (Kai Lentrodt) wird am Ende gar mit seinem Motorboot auf große Weltreise entlassen. Das Beste aber zuletzt: Sputnik alias Jaecki Schwarz ist wieder da. Er arbeitet als Putzkraft auf dem Revier und singt das Rennsteig-Wanderlied. Das macht wahrlich Hoffnung auf weitere 70 Folgen.


Wilfried Geldner
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