Geschichte im Ersten: Stammheim - die RAF vor Gericht - Mo. 24.04 - ARD: 23.30 Uhr

Auftakt zum blutigen "Deutschen Herbst"

Es sind vier Jahrzehnte vergangen - und wieder ist der Terror in deutschen Städten Schlagzeilenthema aller Nachrichten. Allerdings hat sich die Weltlage dramatisch geändert. Die Jahre von 1974 bis 1977 gingen als die blutigsten in die Geschichte der noch vergleichsweise jungen Bundesrepublik ein. Attentate und Geiselnahmen der sogenannten Roten Armee Fraktion hielten das Land in Atem. Eigentlich schien es 1974 bereits so, als ob der linke Terrorismus im Lande besiegt wäre. Viele Beobachter glaubten, dass mit der Verhaftung und Inhaftierung der führenden RAF-Mitglieder Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe dem Spuk ein Ende bereitet worden wäre. In einem aufwendigen Prozess, der im Zentrum der neuen ARD-Dokumentation "Geschichte im Ersten: Stammheim - die RAF vor Gericht" steht, sollte ein Schlussstrich gezogen werden. Doch es kam anders - im sogenannten "Deutschen Herbst".

Rupert Sommer
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