Viva la libertà - So. 23.04 - 3sat: 21.45 Uhr

Utopie al dente

Politische Satire im Film ist so eine Sache. Zu kompliziert sind in der Regel die Sachverhalte, als dass jeder sie verstünde. Um den Witz der Politgroteske zu erfassen, ist Konsenswissen Voraussetzung. Der sizilianische Regisseur Roberto Andò, der sein Handwerk bei Fellini, Coppola und Michael Cimino gelernt hat, hat es aber geschafft. Er präsentiert mit "Viva la libertà" (2013) fernab von komplexen politischen Fakten eine unbekümmerte Verwechslungskomödie, die bei allem Zynismus richtig gute Laune macht. 3sat zeigt den Film nun erstmals im Free-TV.

Das ist sicherlich vor allem das Verdienst des kongenialen neapoletanischen Schauspielers Toni Servillo. Er spielt den blassen Oppositionspolitiker Enrico Oliveri, der in die Krise geraten ist. Die Umfragewerte seiner Partei sind auf dem Tiefstand, er scheint dem Druck, der vergifteten politischen Atmosphäre, nicht mehr gewachsen. Über Nacht tritt er den Rückzug an und haut ab nach Paris, zu seiner früheren Geliebten Danielle (Valeria Bruni Tedeschi). Gleichzeitig tritt zu Hause in Rom überraschend sein Zwillingsbruder Giovanni Ernani (Toni Servillo) aufs politische Parkett, um Enricos Part zu übernehmen.

Roberto Andòs feinsinniger Film war 2013 gleich zwölfmal für den italienischen Filmpreis Davide di Donatello nominiert. Gewonnen hat er ihn zu Recht für das beste Drehbuch, Valerio Mastandrea erhielt die Prämie als bester Nebendarsteller.


Heidi Reutter
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