Spuren des Bösen: Zauberberg - Mi. 26.04 - ZDF: 21.45 Uhr

Das Verhör im Zentrum

"Zauberberg" (2013) beginnt mit einer Szene, die so ähnlich schon häufig in Krimis zu sehen war, die hier aber mit besonderer Intensität gezeigt wird. Marie-Lou Sellem spielt die Chirurgin Karin Staller, die ihre junge Tochter abends wie immer zu Bett bringt. Dann legt sie sich in die Wanne. Ein Geräusch im Haus schreckt sie auf, sie geht ins Kinderzimmer - das Mädchen ist verschwunden. Womöglich entführt, so glaubt die Polizei, von dem wegen Sexualdelikten vorbestraften Max Rieger (Cornelius Obonya). Der war ehemals ein Patient von Polizeipsychologe Richard Brock (Heino Ferch), und da dieser ihm die Chance zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft gab, hat es Brock nicht leicht in dem Wiener Vorort Semmering, in dem alle von der Schuld des etwas zurückgebliebenen Mannes überzeugt sind.

Auch wenn es einem der "Tatort" meistens so vorgaukelt: Es muss im deutschen Fernsehen nicht jeder Krimi gut ausgehen. Und weil man weiß, dass Martin Ambrosch zu jenen Drehbuchautoren gehört, die ihrem Publikum auch mal etwas zumuten, entwickeln seine Kriminalfälle aus der losen ZDF-Reihe "Spuren des Bösen" eine besondere Spannung. Wie auch der dritte Film der Reihe, "Zauberberg", den das ZDF nun wiederholt und der - auch dank exzellenter Schauspieler - beim Betrachter Spuren hinterlässt.

Kai-Oliver Derks
Warum ziehen junge Deutsche für den IS in den Kampf? Der hervorragende Zweiteiler "Brüder" versucht sich an einer Antwort.
Sönke Wortmann inszenierte Charlotte Roches Bestseller "Schoßgebete" (2013) als psychologische Neurotiker-Studie mit abgeklärtem Witz und ein bisschen Sex.
Erneut zählt Sonja Zietlow ihren beliebten, weil kurzweiligen Countdown. In einer neuen Folge listet sie "Die 25 bewegendsten Geschichten weltweit".
Endlich: Mit der Serie "Dark" läuft die erste deutsche Netflix-Eigenproduktion - und überzeugt als düsterer Mix aus Mystery, Zeitreise und Retro-Stil.
21.45 Uhr. Deutschland in bester "Nach dem Münster-Tatort"-Stimmung. Wenig deutete bei Anne Will auf ein unmittelbar bevorstehendes Ende der Sondierungsgespräche hin. Nur eins war klar: Neuwahlen oder eine Minderheitsregierung wollte niemand.
Ist es Kunst oder nur ein müder Gag? Boerne und Thiel schleppten sich durch eine seichte Kunstszene-Satire mit eingemeißelter Serienkiller-Groteske.
Seit gut 25 Jahren ist Wolfgang Bahro als Anwalt Jo Gerner bei der RTL-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" dabei. Nun erhält er eine eigene Webserie.
Einen Tag nach der Weltpremiere des Riesen-Events "Victoria's Secret Fashion Show 2017" zeigt RTL Living das Mode-Highlight aus Shanghai im TV.
War das Leben in den 80-ern wirklich so anders als heute? Janine und Lili Kunze machen den Check.
Im Mehrteiler "Zellers Reeperbahn" spielt der 60-jährige "Tatort"-Kommissar einen abgründigen Familienvater, Nachtclubbesitzer und Künstler. Dazu komponierte und singt Tukur zahlreiche Lieder im Film.
Thomas Ebeling verlässt ProSiebenSat.1. Die Ankündigung kommt nur wenige Tage, nachdem eine umstrittene Äußerung des Managers öffentlich wurde.