Sewol - Die gelbe Zeit - Di. 23.05 - BR: 22.30 Uhr

Von Trauer zur Wut

Finster brannte sich der 16. April 2014 in die Historie Südkoreas ein. An diesem verhängnisvollen Mittwoch kenterte das Fährschiff "Sewol" auf Höhe der Insel Jindo im Gelben Meer. Es war auf dem Weg von Incheon nach Jejudo. Genau dort wollten viele Schulkinder eine unbeschwerte Zeit verbringen. Doch sie fanden nur ihr nasses Grab. Insgesamt 304 Menschen ertranken in kalten Fluten. Das unendliche Leid der Hinterbliebenen - Mütter, Väter, Brüder und Schwestern - ist seitdem nicht verheilt. Ganz im Gegenteil! Trauer ist drei Jahre später in Wut umgeschlagen. Wie die "Sewol" nur sinken konnte, ist bis heute kaum geklärt. Wie es in dem investigativen Film des Bayerischen Fernsehens heißt, würden die genauen Umstände von höchster Regierungsstelle Südkoreas vertuscht. Denn: Der Tod von so vielen Kindern hätte verhindert werden können - wenn die hemmungslose Profitgier, die eine "Sewol" erst hinaus aufs offene Wasser getrieben hatte, von behördlicher Seite unterbunden worden wäre.

Andreas Schöttl
Nebulöses von der Ostsee: Im neuen "Usedom-Krimi" wird Katrin Sass zur Stichwortgeberin degradiert.
Zum siebten Mal wird "The Voice of Germany" gekürt. Wie immer beginnt die neue Staffel mit den Blind Auditions - diesmal buzzert Mark Forster als neuer Coach fleißig mit.
Die Detectives Hardy und Miller lösen ihren letzten Fall: Auch die dritte "Broadchurch"-Staffel entfaltet noch einmal das ganze Suchtpotenzial dieser britischen Klasseserie.
Vergangenheitsbewältigung im Ländle: Der Stuttgarter "Tatort" weckte die Geister toter RAF-Terroristen.
Was macht Europa zu Europa? "Terra X" widmet sich mit Historiker Christopher Clark in "Der Europa-Saga" der Geschichte und Kultur des Kontinents.
Vier Kandidaten stehen zur Auswahl: Wer soll den Bambi als Deutschlands bester Moderator bekommen?
Kriminalklassiker mal anders: Zum 50. Geburtstag stellt die Sonderausgabe "Aktenzeichen XY ... gelöst!" aufgeklärte Verbrechen in den Mittelpunkt.
Wenn das kein Grund zur Freude ist - zumindest für langjährige "Sturm der Liebe" Fans. Denn sie sehen für neun Folgen einen alten Bekannten wieder: Lorenzo Patané als Robert Saalfeld.
Während eines Drehs in Köln wurde das Produktionsteam der ZDF-Krimiserie "Heldt"angegriffen. "Dort drehen wir nicht mehr", erklärte die Produzentin.
Für die Miniserie "Kleine Sünden" standen erstklassige deutsche Schauspieler vor der Kamera. Sie wird ab Januar beim Pay-Sender Heimatkanal zu sehen sein.