Verschollen in Kolumbien - Fr. 26.05 - ARTE: 20.15 Uhr

Schweißer sucht Sohn - und Sinn

Ausgerechnet Kolumbien. Das liegt für den französischen Schweißer Michel (Pascal Demolon) nicht nur hinsichtlich der Kilometer außerhalb der Vorstellungskraft. Aber genau dorthin hat sich sein Sohn Etienne (Gabriel Garnier) abgesetzt. Eigentlich widerstrebend, aber konsequent bricht Michel alle Zelte in Brest ab - allzu pompöse sind es ohnehin nicht - und fliegt nach Südamerika. Hinein ins Abenteuer in einem exotischen, unbekannten Land und getrieben von den Fragen: Bin ich schuld, dass mein Sohn verschwand? Bin ich ein schlechter Vater? "Verschollen in Kolumbien" (2015), der spannende Fernsehfilm im Roadmovie-Ambiente von Olivier Péray, den ARTE nun in einer Wiederholung zeigt, sprüht vor Humor und Verständnis für die Sorgen eines bärbeißigen Vaters, zeigt aber auch Respekt und Faszination für den pulsierenden Dschungelstaat.

Seit seine Frau vor zwei Jahren starb, lebt Michel zurückgezogen, hat kaum Freunde. Genauso lange hat er seinen Sohn nicht mehr gesehen oder mit ihm gesprochen. Als er erfährt, dass sich Etienne von Bekannten Geld lieh und nach Kolumbien reiste, macht er sich auf die Suche.

Aber Kolumbien ist nicht Brest: Michel wird ausgeraubt, bei der Polizei schenkt ihm niemand Gehör. Nur der Schweizerin Charlie (Lola Naymark) und dem Einheimischen Jesús (Nelson Camayo) ist es zu verdanken, dass er überhaupt eine Spur findet. Und er nimmt sie auf: stur, eisern, wie es sich für einen kernigen Ex-Gewerkschaftler gehört. Michel quält sich durch quer den Dschungel an die Karibik-Küste und weiter zu einem Indianerdorf. Doch als er Etienne findet, ist ihrer beider Reise noch lange nicht zu Ende ...


Jürgen Winzer
Eine Deutsch-Inderin soll heiraten, um ihre traditionsbewusste Oma zufriedenzustellen. "Marry Me - Aber bitte auf Indisch" bedient Multikulti-Humor zerfahren und wenig witzig.
Nach einem enttäuschenden Start 2015 mausert sich "Der Bozen-Krimi" zur sehenswerten Krimi-Reihe.
Die ZDF-Reportage von Gert Anhalt zeigt junge Sizilianer, die das "Eiland des Elends" endlich nach vorne bringen wollen.
"Profiling Paris" hat sich am späten Donnerstagabend bei SAT.1 etabliert. Der Sender zeigt nun zehn neue Folgen der siebten Staffel.
Romantische Beziehungskomödie mit Sandra Bullock und Frauenheld Hugh Grant, die beiläufig auch noch als Liebeserklärung an New York gesehen werden kann.
Fans der Fußball-Bundesliga müssen sich zu Beginn der neuen Saison auf Änderungen einstellen. Unter anderem wurden die Anstoßzeiten erweitert. Zudem teilen sich nun zwei Pay-TV-Anbieter einen nur einzigen Spieltag auf.
Junges Fernsehen, nah an der Zielgruppe: Die sechsteilige BR-Reihe "Wer zieht ein?" nimmt die Zuschauer mit auf die Suche nach neuen WG-Mitbewohnern.
Eine Senderfamilie sucht ihre Identität: Während SAT.1 ins Krimifach wechselt, sucht man bei ProSieben vor allem in Sachen Show noch nach neuen Knallern.
Nur ein paar Quadratmeter reichen den Machern der neuen Sky-Serie: "Room 104" spielt in einem einzigen Hotelzimmer.
Keine Drachen, dafür alternative Geschichte: Die Macher von "Game of Thrones" haben ihr nächstes Serienprojekt vorgestellt.
Jörg Wontorra meldet sich mit einem Fußball-Talk am Sonntagvormittag zurück. Sein neues Format bei Sky Sport News HD geht in direkte Konkurrenz mit dem legendären "Doppelpass".
Schon wieder Berlin: In einer neuen Netflix-Serie ist die deutsche Hauptstadt Schauplatz eines Spionage-Plots.
Survivalshows gibt es viele im Fernsehen. "The Wheel - Survival Games" hat allerdings ein besonders fieses Konzept.