Mulholland Drive / Lost Highway - Mo. 19.06 - ARTE: 20.15 Uhr

In David Lynchs düsterer Welt

Rund 34 Kilometer schlängelt sich der Mulholland Drive von den Hollywood Hills Richtung Westen. Eine zweispurige Straße, die vorbeiführt an den Villen der Reichen und Schönen und atemberaubende Blicke über Los Angeles bietet. Bei David Lynch allerdings birgt Anmut immer auch Schrecken, das war schon in der Mystery-Seifenoper "Twin Peaks" nicht anders. Die Serie, die Anfang der 90-er das Fernsehen revolutionierte, startete kürzlich beim Bezahlsender Sky Atlantic HD in eine dritte Staffel - nach mehr als einem Vierteljahrhundert Pause. Anlass für ARTE, zwei Filme des amerikanischen Regiemeisters Lynch an einem Abend zu wiederholen.

Den Auftakt macht das nach jener mythosbehafteten Straße benannte "Mulholland Drive" (2001). Lynch lässt in seinem meisterhaften Thriller Naomi Watts auf Laura Herring treffen, die eine Frau mit Gedächtnisverlust spielt. Ursprünglich als Pilotfilm einer nie entstandenen Serie geplant, ist "Mulholland Drive" der wohl verwirrendste Film im Schaffen David Lynchs, der für seine Regie in Cannes ausgezeichnet wurde.

Kaum weniger rätselhaft präsentiert sich "Lost Highway" (1996), ein düsterer Reigen, den ARTE um 22.35 Uhr zeigt. Bill Pullman spielt einen Mann, der wegen des Mordes an seiner Frau verhaftet wird. Als es ihm gelingt zu entkommen, versucht er mit Hilfe des geheimnisvollen Mystery Man, den wahren Mörder seiner Frau zu finden. Gekonnt spielt Lynch mit Visionen und Realitäten und lässt den Zuschauer wieder fassungslos zurück.


Sven Hauberg
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