Lebenslinien: Der vegetarische Metzger - Mo. 19.06 - BR: 21.00 Uhr

Bruch mit der Vergangenheit

Die Reset-Taste drücken, noch mal ganz neu anfangen: Speziell in der Mitte des Lebens ist das für viele Menschen ein reizvoller Gedanke. Klemens Brugger vom Bodensee ist so ein Mann, der mit Mitte 40 sein Leben radikal verändert hat. Erst trank er keinen Alkohol mehr, dann zog sich der angesehene Bürger aus allen Ämtern eines ausgeprägten Vereinslebens zurück. Das war aber erst der Anfang. Seit Brugger in jungen Jahren den väterlichen Betrieb übernommen hatte, war er Metzger. Und das sehr erfolgreich mit der Erweiterung auf zahlreiche Filialen im Bodensee-Gebiet. Doch 2004 folgte der Bruch: Brugger stellte sich der Leere, die er in sich verspürte. Ausgerechnet aus dem Metzger wurde ein Vegetarier. Brugger hatte erkannt, dass er mit dem Schlachten von Tieren etwas gemacht hatte, dass er im Innerste niemals wollte. Schließlich verkaufte er auch noch seine zahlreichen Metzgereien, die ihn doch zu einem beachtlichen Wohlstand geführt hatten.

Im Porträt, das nun im Rahmen der "Lebenslinien" im Bayerischen Fernsehens zu sehen ist, erzählt Brugger von seiner Motivation, einen radikalen Wandel zu vollziehen. Währenddessen nimmt er einen weiteren kräftigen Schluck aus der Wasserflasche und blickt herab vom 1.062 Meter hohen Pfänder in den Allgäuer Alpen. Viel Sport, Meditation und eine gesunde Lebensweise bestimmen nun seine Tage. Brugger sagt: "Ich habe mich nie besser gefühlt."

Als Pächter zweier Schulkantinen bietet er zwar auch Klassiker wie Schnitzel mit Pommes an. Er versucht jedoch auch, Jugendliche für werthaltige Lebensmittel zu interessieren und für vegetarische Gerichte zu begeistern. "Ich selbst habe davon nur profitiert", sagt der ehemalige Metzger.


Andreas Schöttl
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