Wir Monster - Di. 20.06 - ARD: 22.45 Uhr

Eine Familie zerbricht

Die Pubertät, ohnehin kein leichtes Alter mit plötzlichem Bartwuchs und anschwellenden Brüsten, hat besonders im Film ihr eigenes Teufelsgenre hervorgebracht. Es müssen aber nicht gleich Werwölfe oder Vampire die Protagonisten sein. Gewöhnliche Töchter, unter harten Erziehungsmaßnahmen oder der Trennung der Eltern leidend, tun es auch. In Sebastian Kos hochspannendem Drama "Wir Monster" (2014, das Erste zeigt es in der "FilmDebüt"-Reihe) sind die Eltern Paul und Christine gerade dabei, sich zu trennen und jeweils neue Beziehungen einzugehen. Sarah (Janina Fautz), die Tochter, ist damit so gar nicht einverstanden. Das Unglück ist vorprogrammiert.

Paul (Mehdi Nebbou) soll seine Tochter Sarah ins Ferienlager bringen. Die Mutter (Ulrike C. Tscharre) fährt mit ihrem Freund weg, und Paul selbst will mit seiner Band eine Konzerttour starten. Nachdem Sarah völlig überraschend verlangt, auf dem Weg ins Ferienlager Charlie, ihre beste Freundin, mitzunehmen, geraten die beiden Mädchen in Streit. Nachdem Paul dann auf einem Parkplatz angehalten hat, verschwinden die beiden im Wald.

Als er sich auf die Suche macht, hört er Sarah schreien - er entdeckt sie, sich festklammernd, am Geländer einer Talsperre. Charlies Rucksack aber treibt im See, von ihr selbst gibt es keinerlei Lebenszeichen. Als Ihr Vater den Vorfall bei der Polizei melden will, gesteht Sarah, sie habe die Freundin mit Absicht in den See geschubst. Paul versucht fortan, die Tat zu vertuschen, und auch Sarahs Mutter, die ihren Urlaub abbricht, will Sarah beschützen. Man will einen Prozess und den damit verbundenen Spießrutenlauf der Tochter unter allen Umständen verhindern.


Im Film von Sebastian Ko (WDR-"Tatort: Kartenhaus", 2016) beginnt ein brüchiges, doppelbödiges Spiel. Es entsteht eine Einheit, die es zuvor nicht gegeben hat. Sarah selbst, überglücklich, ihre Eltern mit sich verbündet zu sehen, zeigt dabei keinerlei Gewissensbisse. Mehr noch: Als Charlies Vater misstrauisch wird und Sarahs Eltern mit dem Verschwinden seiner Tochter konfrontiert, versuchen diese, ihn selbst bei der Polizei zu denunzieren. Der Weg in die Katastrophe ist programmiert - am Ende steht die Erkenntnis: "Wir sind Monster." Eine eher unglaubwürdige überraschende Wende ändert daran nichts.


Wilfried Geldner
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