37°: Was ich kann, will keiner wissen - Di. 18.07 - ZDF: 22.15 Uhr

In der Alters-Arbeits-Falle

Die deutsche Wirtschaft boomt - anders als in vielen EU-Ländern. Dank der guten Auftragslage in den Unternehmen und der hohen Konsumfreudigkeit der Deutschen sinkt die Arbeitslosenrate von einem Rekord-Tief zum nächsten. Doch es gibt trotz aller Jubelmeldungen immer mehr Mitbürger, die trotz der guten Marktlage keine Beschäftigung mehr finden. Vor allem wer mit über 50 Jahren arbeitslos wird, tut sich sehr schwer, wieder in Lohn und Brot zu kommen. Die Vorurteile vieler Arbeitgeber wirken dabei nicht selten wie in Stein gemeißelt: Zu alt, zu unflexibel, zu anspruchsvoll - und oft auch zu teuer - sind die Jobsuchenden, die in der Regel allerdings viel Erfahrung mitbringen. Die neue Ausgabe der ZDF-Reportagereihe "37°: Was ich will, kann keiner wissen" nimmt einige Betroffenenschicksale genauer unter die Lupe.

Hans-Christoph B. hat seine Kündigung, die "betriebsbedingt" erfolgte, wie es so oft beschönigend heißt, hart getroffen. Er ist 56 Jahre alt - und blickt als studierter Theologe auf einen bewegten Lebenslauf zurück. Nach langen Jahren, die er für die Kirche arbeitete, ließ er sich zunächst zum Mediator, dann sogar zum IT-Experten umschulen. Nun fehlt ihm jede Sicherheit, viele Bewerbungsschreiben laufen ins Leere. Deshalb hat er sich für einen mutigen Schritt entschieden: Hans-Christoph will sich im bayerischen Voralpenland als Mediator selbstständig machen.

Corinna H. wirkte lange Jahre in leitender Position für einen Münchner Verlag. Doch plötzlich wurde ihr Vertrag nicht mehr verlängert. Die Aussicht, sich mit 52 Jahren noch einmal radikal neu orientieren zu müssen, interpretiert sie für sich selbst aber als Chance. Von einem "Karrierenick" will sie nichts wissen. Zunächst geht sie für ein paar Wochen in Urlaub, dann will sie sich zur Business Managerin weiterbilden. Doch auch sie muss beim Bewerben eine hohe Frusttoleranz an den Tag legen. Je näher das offenbar unvermeidliche Hineinrutschen in eine Hartz-IV-Exitenz rückt, desto mehr persönliche Abstriche macht sie bei ihren Wunschverstellungen. Kein Wunder, dass ihr Selbstbewusstsein erheblich darunter leidet.


Manuel Fenn, der für die "37°"-Reihe die Langzeitbeobachtung entwickelt und durchgeführt hat, begleitete seine beiden Protagonisten ein Jahr lang - vom letzten Arbeitstag im alten bis zum ersten Tag im neuen Job. Was er beobachtet, geht unter die Haut: Seine Dokumentation erzählt von einem zunehmend verzweifelten Kampf, in der modernen Leistungsgesellschaft seinen Platz - und seine Würde - zu behaupten.


Rupert Sommer
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