Curvy Supermodel - Echt. Schön. Kurvig. (Neue Folgen:) - Mo. 17.07 - RTL II: 20.15 Uhr

Pfundiger Erfolg

Das nennt man wohl eine runde Sache: Jede Menge mediale Aufmerksamkeit und mehr als sechs Prozent Marktanteil bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer im vergangenen Oktober waren für RTL II ein Erfolg. Also schickt der Münchner Sender seine Suche nach Models, die gerne ein paar Pfunde "zu viel" auf den Hüften haben dürfen, in eine zweite Runde. Anders als im Vorjahr wurde das Casting erweitert. Statt bislang fünf sind nun sieben Episoden zu sehen. Auch der Ausstrahlungstermin hat sich geändert. Statt mittwochs treten die "Curvy Supermodels" nun montags zur besten Sendezeit gegeneinander an. Die jungen Damen sollen ganz wie bei Heidi Klums "Germany's next Topmodel" zeigen, dass sie eine gute Figur abgeben - in diesem Fall eben nur trotz Übergröße. Die Ladys werden nun von einer nahezu komplett ausgetauschten Jury begutachtet. Nur Angelina Kirsch ist von der Premierenstaffel übrig geblieben.

Neben Deutschlands erfolgreichstem Curvy Model sitzen dieses Jahr Choreograph Carlo Castro, Modelagent Peyman Amin und Moderatorin und Model Jana Ina Zarrella in der Jury. Das Quartett sucht nach einer Nachfolgerin für Céline Denefleh, die im vergangenen Jahr die Erstausgabe von "Curvy Supermodel" gewonnen hatte.

Bei Angelina Kirsch scheiden sich die Geister. Bei ihrer Teilnahme der letzten, zehnten Jubiläumsstaffel von "Let's Dance" beispielsweise bejubelte Jurorin Motsi Mabuse ihre ungehemmte "Frauenpower". Andere jedoch fürchteten um das Wohl ihres Tanzpartners Massimo Sinató. Er solle sich keinen Bruch heben, hieß es mitunter gehässig in den sozialen Medien.


Kirsch jedoch, eindeutig ausgestattet mit sehr weiblich Rundungen um die Hüften, ficht das nicht an. "Ich fühle mich als Frau sehr wohl", bekennt sie. Ihre Mutter habe ihr bei diesem Selbstverständnis sehr geholfen, erklärt die 28-Jährige. Als mit Beginn ihrer Pubertät deutlich wurde, Kirsch würde nicht einem Modelverständnis Heidi Klums entsprechen, riet ihr Mama Gudrun: "Du wirst unglücklich, wenn du Diät machst."


Die attraktive Blondine brachte es inzwischen zu einem gefragten Model unter anderem für die Handelsketten Adler, Ulla Popken, Zalando oder C&A. Kirsch selbst mit lautem Lachen steht heute dafür, dass Frauen eben nicht einem weithin propagierten, ultraschlanken Schönheitsideal folgen müssen. Als sie im vergangenen Jahr zu einem ersten Casting für ein "Curvy Supermodel" rief, folgten ihr mehr als 5.000 Bewerberinnen.


Bei einem erneuten Aufruf nun zur zweiten Staffel soll die Anzahl der Bewerberinnen noch deutlich größer gewesen sein, wie RTL II mitteilte. In der ersten der zunächst sieben geplanten Folgen fanden sich viele von ihnen bei der Galopprennbahn in München ein. Sie stellten sich nicht nur einer Herausforderung wie einem Walk auf High Heels auf dem Rasen. Sie mussten sich auch einer neuen Jury präsentieren.


Bei RTL II glaubt man fest an einen weiteren Erfolg des Model-Castings. Deshalb wurde die zweite Staffel nicht nur um zwei weitere Episoden verlängert. Anders als im vergangenen Jahr wird die Modelsuche von einem eigenen TV-Magazin begleitet. Es folgt direkt im Anschluss an die jeweils neue Folge. Moderiert wird die Sendung, von der zunächst drei Folgen geplant sind, von Sarah Lombardi.


Andreas Schöttl
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