Der Bozen-Krimi: In der Falle - Do. 12.10 - ARD: 20.15 Uhr

Wer, wie, was?

Trotz all der blutigen Geschichten, die der "Bozen-Krimi" erzählt, ist die ARD-Reihe doch auch immer die perfekte Werbung für Südtirol. Das beginnt mit dem Vorspann, der die Kamera über atemberaubendes Bergpanorama fliegen lässt, und geht im fünften Film "In der Falle" mitten hinein in die malerischen Weinberge. Doch natürlich stört auch hier bald eine Leiche das wunderbar fotografierte Urlaubsidyll: Eine osteuropäische Erntehelferin wird erschlagen im Keller des Hofes gefunden, auf dem sie arbeitet. Auftakt für einen Film, der dem Zuschauer einiges zumutet.

Denn da sich der "Bozen-Krimi" horiziontales Erzählen auf die Fahnen geschrieben hat, also Handlungsstränge über mehrere Filme hinweg weiterspinnt, wird's bald ziemlich kompliziert. Aus Rom rückt eine Anti-Mafia-Ermittlerin an, weil im letzten Film der Reihe nicht nur der Mann von Kommissarin Sonja Schwarz (Chiara Schoras) ums Leben kam, sondern auch dessen Mörder, ein Mafioso.

Es geht weiter um mit Diesel verunreinigte Weinreben, auch hierfür soll ein Mafiso verantwortlich sein, nur ein anderer. Dann wäre da noch jene schon länger gärende Geschichte des Ehepaares Keller. Sie (Julia Stemberger) sitzt in Untersuchungshaft, weil sie Regierungsbeamten bestochen und mit der Mafia geflirtet hat, er (Heio von Stetten) will sie aus dem Gefängnis holen.


Als schließlich Schwarz' Stieftochter (Charleen Deetz) entführt wird, gehen mit Drehbuchautor Thorsten Näter (auch Regie) endgültig die Pferde durch, und Schwarz übertritt das Gesetz so weit, dass eine Rückkehr in den Polizeidienst eigentlich ausgeschlossen scheint. Zwischendrin gibt es auf jenem Weingut, das der Film da schon beinahe aus den Augen verloren hat, einen weiteren Toten.


Wie das alles zusammenhängt, erschließt sich dem Zuschauer kaum. Im Serienformat mag es funktionieren, so viele Geschichten übereinanderzulegen, bei einer Filmreihe, die zweimal im Jahr läuft, ist eine derart überfrachtete Handlung aber ein echter Spannungskiller.


Sven Hauberg
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