Deutschlands große Clans: Die Volkswagen-Story - Di. 17.10 - ZDF: 20.15 Uhr

Dramen, Skandale und Industriegeschichte am Fließband

In den 1930er-Jahren legte Ferdinand Porsche mit seiner Entwicklung des VW Käfers den Grundstein für eine in der Republik wohl beispiellose Erfolgsgeschichte. Aus einer Gesellschaft zur Vorbereitung des Volkswagens mbH, gegründet am 28. Mai 1937, die das Verlangen Adolf Hitlers nach einem bezahlbaren Auto für jedermann unter 1.000 Reichsmark umsetzen sollte, wurde der heutige Weltkonzern mit rund 600.000 Mitarbeitern, 200 Milliarden Euro Umsatz, 119 Fabriken: Volkswagen baut jedes achte (ausgelieferte) Auto der Welt. Nun ist die Geschichte der Volkswagen AG allein schon abendfüllend. In der ZDF-Reihe "Deutschlands große Clans" geht es um den Konzern, aber noch viel mehr um die Menschen dahinter. Beim Auto-Giganten sind es die Familienzweige Porsche und Piëch, die bis heute den Großteil der Macht im Konzern halten. Nur aber: Sie sind heillos zerstritten - mit produzierten Skandalen wie am Fließband.

Die Rivalität zwischen den Porsche-Namensträgern und den Nicht-Namesträgern der Piëchs soll bei einigen Familienmitgliedern schon im Sandkasten begonnen haben. Eine innere Abneigung zwischen Ferdinand Piëch seinem Cousin Wolfgang Porsche führte auch dazu, dass sie sich nach der Jahrtausendwende eine beispiellose Übernahmeschlacht um Porsche und eben Volkswagen, dem Piëch vorstand, lieferten.

Dieser "Streit" der beiden war aber auch eingebettet in einen jahrzehntelangen Familienzwist, in der ein Zweig dem anderen kaum etwas gönnte. Nach Ehebruch und weiteren Intrigen wurde in den 1970er-Jahren sogar ein Familientherapeut engagiert, der die tiefen Risse kitten sollte. Er scheiterte - vor allem am Machtstreben der jeweils anderen Partei. Auch dieser Versöhnungsversuch wird in der Doku mit Schauspielern szenisch nachgestellt.


Die Reihe "Deutschlands große Clans" wird im ZDF weiter fortgesetzt. Es folgt am Dienstag, 24. Oktober, 20.15 Uhr, die "Persil-Story.


Andreas Schöttl
Prächtig ausgetattet, aber ohne Gespür für Timing: Regisseur Guy Ritchies Filmversion der Kult-Agentenserie aus den 60-ern.
Gute-Laune-Angriff auf dem ZDF-"Herzkino"-Sendetermin, wo es sonst fast ausschließlich um die Liebe und die Fabrik des Vaters geht.
In Deutschland leben rund 15 Millionen Menschen in Armut oder sind unmittelbar von ihr bedroht. Der Film von Simone Branahl und Philipp Rückriem zeigt, was es hierzulande tatsächlich bedeutet arm zu sein.
Der - ja - experimentelle, aber durchaus unterhaltsame Berliner "Tatort" erzählt einen Film im Film. Schauplatz ist die zeitgleich stattfindende Berlinale.
ZDFinfo beleuchtet mit einer neuen Dokumentation noch einmal den "Fall Peter Graf".
In einer neuen Staffel seiner "extreme"-Reihe bei ProSieben MAXX legt sich Niels-Peter Jensen ins Bett. Ja, auch das kann auf allerengstem Raum eine Herausforderung sein.
Die zweite und letzte Staffel der abgründigen Psychokrimi-Serie startet beim Sky-Sender 13th Street.
Nun haben sich erstmals auch die in der Produzentenallianz organisierten Film- und TV-Macher in der #metoo-Debatte zu Wort gemeldet.
Polizeigewalt gegen Afroamerikaner: Eine neue Netflix-Serie blickt auf "die menschlichen Schicksale hinter den Schlagzeilen".
Carsten Maschmeyer führt bei SAT.1 durch eine eigene Gründer-Show. Aus 14 Kandidaten soll er denjenigen ausfindig machen, der fit genug ist für die harte Businesswelt.
Das ZDF hat interne Untersuchungen zum Fall Dieter Wedel abgeschlossen. Hinweise auf sexuelle Übergriffe bei ZDF-Produktionen fand man nicht.
Eine neue Daily-Soap auf RTL II erzählt aus dem Leben und Klinikalltag zweier Krankenschwesterschülerinnen.