München Mord: Auf der Straße, nachts, allein - Sa. 14.10 - ZDF: 20.15 Uhr

Der tote Tschamsdara

Dass Polizeibeamte im deutschen Krimifernsehen meist alles andere sind als dröge Schreibtischtäter, ist längst bekannt. Aber derart viel Körpereinsatz wie die Ermittler im neuen "München Mord"-Film, der auf den schönen Titel "Auf der Straße, nachts, allein" hört, ist dann doch selten. Da stürzt sich Kommissar Ludwig Schaller (Alexander Held) todesmutig in die Fluten der Isar, um herauszufinden, wie schnell die am Ufer aufgefundene Leiche wohl den Fluss entlanggetrieben ist. Und Kommissarin Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) steigt gar mit einem Callboy ins Bett.

Der Tote nämlich ließ sich von Frauen für Sex entlohnen. Ein "bezahlter Tschamsdara" also, wie Schaller in gemächlichem Bairisch bemerkt. Auch sonst geht es im sechsten Film der Reihe (Regie: Anno Saul) um die Liebe, denn Kommissar Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) ist schwer verknallt. Der Kriminalfall gerät bei all dem Busseln und Schnackseln schnell in den Hintergrund, aber wen stört das schon, wen rundherum so wunderbar Schabernack getrieben wird.

Ausgedacht hat sich den Fall einmal mehr Friedrich Ani, diesmal zusammen mit Ina Jung. "Einen Film für 'München-Mord' zu schreiben bedeutet für Ina Jung und mich das Eintauchen in die aufregenden Winkel der Stadt und die Begegnung mit Menschen, die sich nach nichts anderem sehnen als nach einer Umarmung in der Nacht", sagt der Münchner Schriftsteller ("Tabor Süden"). Ani: "Die Großstadt ist kein Kätzchen, sie ist ein wildes Tier, das in München eineinhalb Millionen Schatten wirft. Wenn wir nicht aufpassen, kann jeder von uns sich in ein Raubtier verwandeln, weil wir glauben, nur auf diese Weise überleben zu können. Die Großstadt füttert ihre Kinder mit Einsamkeit, und manchmal mündet diese Einsamkeit in absolute Verlorenheit oder ein Verbrechen."


Marcus Mittermeier sinniert über seine Rolle in diesem ganz besonderen Fall: "Männer sind definitiv das schwächere Geschlecht und wenn man es mit der Liebe ernst meint dann setzt das Gehirn komplett aus und man ist machtlos dem weiblichen Reizen und Intellekt ausgeliefert. Harald Neuhauser ist diesmal mit einer Situation konfrontiert, wie er sie in dieser Intensität noch nie erlebt hat. Natürlich ausgelöst durch eine Frau."


Sven Hauberg
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