Bayerischer Filmpreis 2017 - Fr. 19.01 - BR: 20.15 Uhr

Einen Pierrot für den Herzog

Es ist das alljährliche Schaulaufen der Branche vor und im eleganten Münchner Prinzregententheater. Dort werden mit dem "Bayerischen Filmpreis 2017", den das BR-Fernsehen im Freitagabendprogramm überträgt, mit die begehrtesten Auszeichnungen der heimischen Filmszene übergeben. Wer eine Pierrot-Porzellanfigur aus der Comedia-dell'arte-Reihe des Rokoko-Künstlers Franz-Anton Bustelli erhält, darf sich nicht nur großer Blitzlicht-Öffentlichkeit sicher sein. Mit einem Preisgeld von insgesamt 310.000 Euro zählen die Bayerischen Filmpreise - verliehen in verschiedenen Kategorien - zu den bestdotierten der Szene. Durch die Gala führt wie in den Vorjahren der spitzzüngige "quer"-Moderator Christoph Süß, der mit Seitenhieben auf die Eitelkeit von Schauspielern, Regisseuren und Produzenten - und auch seines eigenen Dienstherrn BR - selten spart.

Während die von einer unabhängigen Jury ausgewählten Preisträger bis zuletzt noch zittern müssen, ob sie einen Pierrot erhalten, steht der Ehrenpreisträgers des Jahres 2017 schon fest: Geehrt wird diesmal der Filmemacher Werner Herzog - ein Hollywood-Regisseur und -produzent, dessen Heimat der Freistaat ist.

Ebenfalls schon im Vorfeld wurde bekannt, wer den diesjährigen Nachwuchs-Produzentenpreis erhält: Die Filmverwertungsgesellschaft VGF zeichnet die Münchner Regisseurin und Produzentin Helena Hufnagel mit dem 60.000-Euro-Preis für ihren Debüt-Film "Einmal bitte alles" aus. Über den Publikumspreis für den beliebtesten Film des Jahrs stimmten keine Jurymitglieder, sondern die Zuschauer via Internet ab. Im Rennen waren die Filme "Bibi & Tina - Tohuwabohu total", "Bullyparade - Der Film", "Fack Ju Göhte 3", "Ostwind 3 - Aufbruch nach Ora" und "Vier gegen die Bank".


Rupert Sommer
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