Die "Rosenheim-Cops" drehen 90-Minüter ausgerechnet in Österreich

Ob er gerne mal mit einem "Tatort"-Kommissar tauschen wolle, wurde "Rosenheim-Cop"-Urgestein Joseph Hannesschläger einmal gefragt. Erwartungsgemäß verneinte der Mann, der seit 16 Jahren den Stoiker Korbinian Hofer verkörpert. Ihm sei "das meistens zu blutig". Außerdem, scherzte der Ur-Bayer, bräuchten die Kriminaler im "Tatort" so lange, bis sie einen Fall lösen. "An die 90 Minuten - wir schaffen das in 43." Trotzdem war es überfällig, dass die sympathischen ZDF-Ermittler aus dem Chiemgau (nach 2003 und 2004) noch mal über die volle Spielfilmdistanz randürfen. Das Warten hat nun ein Ende: Der 90-Minüter mit "Korbi" und Co. wird Realität. Das "Rosenheim Cops"-Movie entsteht derzeit als Winterspecial mit den meisten der aus der Serie vertrauten Gesichtern - allerdings über weite Strecken nicht wie gewohnt im südlichen Oberbayern ...

Neben München und Rosenheim ist das verschneite St. Johann im Pongau/Österreich der zentrale Drehort für diesen Krimi mit dem Arbeitstitel "Tödliche Juwelen", schließlich gilt es, ordentlich Winterfeeling zu erzeugen. Vor der Kamera stehen neben Hannesschläger unter anderem Dieter Fischer, Igor Jeftic, Karin Thaler, Marisa Burger und Max Müller. Regie führt Jörg Schneider. Drehbuchautorin Julie Fellmann hat ihre Geschichte in der Welt der Schönen und Reichen angesiedelt. Im schicken Rosenheimer Hotel "Bergkamm" verbringt Kommissar Anton Stadler (Dieter Fischer) ein paar Tage mit seiner Frau Hilde (Isabel Mergl). Als in seiner Suite die Leiche eines Juweliers entdeckt wird, nehmen Stadlers Kollegen Sven Hansen (Igor Jeftic) und Korbinian Hofer die Ermittlungen auf.

Für echte Fans der "Rosenheim-Cops" ist es gewiss mehr als eine Randnotiz, dass auch die gute Seele des Kommissariats, Miriam Stockl (Marisa Burger), im "Bergkamm" aufschlägt - und prompt in amouröse Verstrickungen gerät. Sie lernt den berühmten Geigenvirtuosen Maximilian Kranich (Andreas Kiendl) kennen, der sich in sie verliebt. Marie Hofer (Karin Thaler) und Polizeidirektor Gert Achtziger (Alexander Duda) würden Kranich gern für ein Konzert in der Musikakademie gewinnen und setzen ihre Hoffnungen in Frau Stockl ...


Man merkt es schon: Auch in Spielfilmlänge wird aus "Die Rosenheim-Cops" kein blutrünstiger "Tatort". Wohlfühl-Krimi bleibt Wohlfühl-Krimi. Joseph Hannesschläger findet, das Prinzip nicht sonderlich paradox: "Das funktioniert nach einem ähnlichen Muster wie bei der volkstümlichen Schlagermusik, die ja sehr erfolgreich ist. Mich wundert das nicht, denn ich glaube, viele Leute wollen sich in ihrer Freizeit gerne mit Dingen beschäftigen, die sie kennen, die keine bösen Überraschungen in sich bergen, bei denen alles seinen gewohnten Gang geht: einfach etwas Verlässliches mit einem gewissen Wohlfühlfaktor." Vielleicht, weil der Alltag ohnehin schon schlimm genug ist? - Hannesschläger findet es jedenfalls "nicht verwerflich, ein Krimiformat zu mögen, bei der der Krimi eine kleinere Rolle spielt". So eine TV-Serie erfülle ja auch eine soziale Funktion: "Die Rosenheim-Cops', das ist ein bisschen wie Gottesdienst. Das Programm ist wie ein Mantra, es lenkt ab und beruhigt, in einem gesunden Sinn, und es richtet sich an alle. Jeder ist eingeladen, jeder kann jederzeit einsteigen." Nicht die schlechteste Einstellung, um einen überzeugenden Film zu drehen. Voraussichtlich dauern die Dreharbeiten bis 22. März, ein Sendetermin steht noch nicht fest.


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