Schulz gegen Merkel: Privatsender wollen eigenes Kanzler-Duell

Vor vier Jahren stritten sich Angela Merkel und ihr Herausforderer Peer Steinbrück noch auf fünf Kanälen gleichzeitig: Das Erste, ZDF und Phoenix sowie RTL und ProSieben übertrugen damals das TV-Duell der beiden Kanzlerkandidaten. In diesem Jahr soll es nach dem Wunsch von RTL-Chefredakteur Michael Wulf nun zwei TV-Duelle geben. "Es gibt in diesem Wahlkampf so viele Themen, und die Menschen haben Fragen mehr als genug, dass diese in einer Sendung gar nicht alle behandelt werden können", bekräftigte Wulf im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Zwei TV-Duelle wären besser, aber letztlich geht's nicht ohne die Politik."

Hatten beim Fernsehduell 2013 noch vier Moderatoren ihre Fragen an Merkel und Steinbrück gerichtet, so wünscht sich Wulf nun nur noch zwei Fragesteller. So gebe es "mehr Spielraum, zum Beispiel zum Nachhaken". Wulf wünscht sich außerdem eine stärkere Beteiligung der Fernsehzuschauer: "Wir wollen die Fragen unserer Zuschauer einbringen. Denn darum geht es doch: um die Fragen der Wähler an die Politik, an die Kandidaten", zitiert ihn die "FAZ".

Der Privatsender SAT.1 erklärte unterdessen gegenüber dem Branchendienst "Meedia", zusammen mit RTL eines der beiden TV-Duelle übertragen zu wollen. "Wir haben in einem gemeinsamen Schreiben sowohl dem Kanzleramt als auch dem SPD-Spitzenkandidaten offiziell den Vorschlag unterbreitet, ein von SAT.1 und RTL organisiertes TV-Duell im Vorfeld der Bundestagswahl durchzuführen und auszustrahlen", so Hans-Peter Hagemes, Informationsdirektor von ProSiebenSat.1, gegenüber "Meedia".


Wie der Branchendienst weiter berichtet, zeigten sich Vertreter der öffentlich-rechtlichen Sender gegenüber den Vorschlägen der privaten Konkurrenz aufgeschlossen. So wünscht sich auch ARD-Chefredakteur Rainald Becker zwei Fernsehduelle: "ein öffentlich-rechtliches im Ersten und im ZDF sowie eines bei den Privatsendern".


teleschau - der mediendienst
Am 14. Oktober eröffnet das Münchner Gärtnerplatztheater nach jahrelanger Sanierung neu. Das BR-Fernsehen feiert mit.
Kim, Kourtney und Co. gewähren in "Keeping Up With The Kardashians" Einblicke in ihren glamourösen Großfamilien-Alltag. Ab 9. Oktober gibt's auf E! Entertainment bereits die 14. Staffel der US-Reality-Show zu sehen.
Vor 70 Jahren sollte das strategische wichtige Helgoland vom britischen Militär in die Luft gesprengt werden. Ein Doku-Drama am Tag der Deutschen Einheit erzählt von der heute weitgehend vergessenen "Operation Big Bang".
Die Wahl ist schon gelaufen - zumindest bei den WDR-Verantwortlichen: Die haben für die Folge vom Wahlsonntag am 24. September verschiedene "Lindenstraßen"-Fassungen produzieren lassen.
Ausgerechnet ProSieben zeigt ein Profi-Darts-Turnier zur besten Sendezeit. Der Sender hofft darauf, dass die "German Darts Masters" ähnlich erfolgreich laufen könnten wie zuvor in diesem Jahr eine "Promi-Darts-WM".
Statt abendlicher Feier gibt es bei diesem Geburtstag wohl eher Brunch mit Prickelbrause: Das "SAT.1-Frühstücksfernsehen" wird 30 Jahre alt.
Die Daily-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" spricht erneut ein Tabu-Thema an. Dieses Mal verfolgen die Zuschauer häusliche Gewalt in einer Familie.
Jane Fonda und Robert Redford gehen in der Netflix-Produktion "Unsere Seelen bei Nacht" ein ungewöhnliches Arrangement ein, das bald Kritik erntet.
In ihrem humorvollen Beziehungsfilm "Taxi" gelingt es Kerstin Ahlrichs ziemlich gut, die 80er-Jahre wiederaufleben zu lassen.
Die Menschheit wurde von Aliens kreiert - und die Wachowski-Geschwister verspielen im Sci-Fi-Abenteuer "Jupiter Ascending" (2014) die Chance, daraus eine epische Saga zu schaffen.
Woody Allen entdeckt eine weitere junge Frau für sich. Und die kann in seinem neuen Film "Magic In The Moonlight" sogar zaubern. Hilft aber nicht.