"Bild" zeigt umstrittene ARTE-Doku über Antisemitismus

"Bild"-Online zeigt heute, Dienstag, noch bis um Mitternacht die umstrittene Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt". Der Film hätte ursprünglich beim Fernsehsender ARTE laufen sollen, wurde aber nicht ausgestrahlt, da sich die Produktionsfirma nicht an Absprachen hielt, so ARTE, und "nur sehr partiell" das hochbrisante Thema behandle. Beobachter vermuten allerdings, dass diese Entscheidungen politisch motiviert sei.

So heißt es auch in einem Kommentar von "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt: "Der Verdacht liegt bitter nah, dass diese Dokumentation nicht gezeigt wird, weil sie politisch nicht genehm ist, weil sie ein antisemitisches Weltbild in weiten Teilen der Gesellschaft belegt, das erschütternd ist." ARTE hingegen weist den Vorwurf von sich: "Ich kann nur für die Motive der Kolleginnen und Kollegen in der Programmkonferenz bürgen und darf Ihnen versichern, dass ehrenwerte und gute Gründe zu dieser Entscheidung geführt haben", so ARTE-Programmdirektor Alain Le Diberder. Der Film konzentriere sich "hauptsächlich auf den Nahen Osten. Damit entsprach sie nicht dem von der Programmkonferenz formulierten Auftrag."

Für "Bild"-Chef Reichelt hingegen gehörte es zur "historischen Verantwortung" Deutschlands, "den Unsäglichkeiten entschlossen entgegenzutreten, die diese Dokumentation belegt. Dazu müssen alle wissen, womit wir es zu tun haben."


Der WDR, bei dem die redaktionelle Verantwortung für die Dokumentation liegt, prüft "derzeit intensiv, ob die Dokumentation den journalistischen Standards und Programmgrundsätzen" des Senders genüge, heißt es in einer Stellungnahme.


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