"Einfach nur traurige Realität": Sportler wettern gegen ZDF

Das hat nicht nur die Leichtathletik-Fans geärgert: Am Dienstagabend beendete das ZDF die Liveberichterstattung von der WM in London und begann anschließend mit der Übertragung des UEFA-Supercup-Spiels zwischen Real Madrid und Manchester United, einer Partie ohne deutsche Beteiligung also. Dabei standen in London wichtige Entscheidungen mit deutscher Beteiligung noch aus: Für Katharina Molitor und Raphael Holzdeppe ging es um Medaillen im Speerwurf beziehungsweise Stabhochsprung.

"Liebes ZDF Sport, wie kann es sein, dass deutsche Athleten unser Land vertreten bei einer WM und Ihr lieber live ein Fußballspiel übertragt, und das ohne deutsche Beteiligung?", fragte Paralympics-Sieger Sebastian Dietz bei Facebook. "Ich verstehe, dass Fußball die Nummer eins ist in Deutschland, aber man muss nicht mit Biegen und Brechen Fußball übertragen. Für uns Athleten geht es doch um viel, und natürlich auch darum, live gesehen zu werden."

Auch Diskuswerfer Robert Harting zeigte sich erzürnt: "Das grenzt an Stilbruch. Oder stellt den Stil dar. Weiß ich noch nicht. Wer entscheidet so etwas?", twitterte er. Hockeyspieler Moritz Fürste machte ebenfalls auf Twitter seinem Ärger Luft: "Man könnte sich richtig über die Entscheidung des ZDF heute Fußball zu zeigen aufregen - aber es ist einfach nur traurige Realität."


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