Aus und vorbei: Mehmet Scholl und ARD beenden Zusammenarbeit

Mehmet Scholl und die ARD gehen getrennte Wege. Nach einem Streit über die Dopingberichterstattung des Senders einigten sich beide Seiten jetzt auf eine Beendigung der Zusammenarbeit. Das verkündete die ARD am Donnerstagmorgen nach neun gemeinsamen Jahren.

Scholl, der seit 2008 für die ARD als Experte von Fußballereignissen berichtete, hatte Ende Juni zwei Halbfinalspiele beim Confed Cup geschwänzt, da er mit einem Bericht zum Thema Doping nicht einverstanden war. "Ich möchte, dass diese Story für diesen schönen Tag draußen bleibt", erklärte er anschließend gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. "Da haben die gesagt, die bleibt nicht draußen, und ich darf mich nicht ins Programm einmischen. Da habe ich gesagt: Ich gehe. Und dann bin ich gegangen."

Nach dem Streit hatten Scholl und die Programmverantwortlichen versucht, ihre Differenzen auszuräumen; am kommenden Montag hätte der 46-Jährige wieder als Fußball-Experte für die ARD auftreten sollen. Dazu kommt es nun nicht mehr.


Zum Abschied fanden beide Seite trotzdem lobende Worte füreinander: "Ich bedanke mich für tolle und ereignisreiche Jahre als Experte bei der ARD, es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht", lässt sich Scholl zitieren. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky lobt Scholl als einen "meinungsstarken, streitbaren und originellen Experten, der unsere Sendungen extrem bereichert hat. Er hat den Zuschauern einen tiefen Einblick in den Fußball ermöglicht und sie bestens unterhalten."


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