Bruderkuss mit Kassengestell: So sieht der ARD-Honecker aus

Einen Film über das letzte Interview Erich Honeckers 1993 im chilenischen Exil? Kann man machen, muss man nicht. Vor allem nicht als offiziellen Beitrag des öffentlich-rechtlichen Senders ARD zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Wenn eine tatsächlich passierte Geschichte jedoch so skurril ist, dass man sie sich kaum hätte ausdenken können, wenn zudem Honecker von Schauspieler Martin Brambach ("Tatort" aus Dresden) so genial verkörpert wird, könnte aus der Geschichte eines Gesprächs doch ein TV-Magnet werden.

Der Film "Besuch bei den Honeckers" (Dienstag, 3. Oktober, 20.15 Uhr, im Ersten) erzählt die wahre Geschichte des heutigen "Bild"-Journalisten Mark Pittelkau. Mit der erfundenen Story, er hätte als DDR-Fan im gerade wiedervereinten Deutschland eine neue, sozialistische Jugendorganisation gegründet, schaffte es der junge Kellner mit Berufswunsch Journalist, in die Villa der Honeckers nach Santiago de Chile eingeladen zu werden. Pittelkau, der im Film Johann Rummel heißt und von Max Bretschneider ("Charitè") gespielt wird, gab der extrem zurückgezogene und die Presse meidende Honecker im Juni 1993 sein letztes Interview.

Martin Brambach, der den alten Honecker mit großem Können ein altersmildes Gesicht gibt, wunderte sich, warum gerade er für die Rolle ausgewählt wurde. Der aus Dresden stammende Schauspieler kam 1967 zur Welt und war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 30 Jahre jünger als Honecker bei besagtem Interview.


Macht nichts, das Ergebnis zählt. Vor allem die letzten 30 Minuten des Films, die bei den Honeckers daheim spielen, sind großes, tragikomisches Fernsehen. Auch der Schlagerstar Heino, der echte, hat eine kleine Gastrolle in "Willkommen bei den Honeckers".


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