Orkan "Xavier": Bekannte TV-Expertin unter Todesopfern

Ihr Gesicht kennen die deutschen Fernsehzuschauer: Politik-Expertin Dr. Sylke Tempel war in zahlreichen Talkshows ein gefragter Gast. Die Nachricht, dass die bekannte Journalistin zu den Todesopfern gehört, die der in weiten Teilen Norddeutschlands wütende Orkan "Xavier" forderte, erschütterte am Freitag auch die Medienbranche. Die 54-Jährige wurde nach übereinstimmenden Berichten am Donnerstagabend in Berlin-Tegel von einem umstürzenden Baum erschlagen, sie sei sofort tot gewesen.

Sylke Tempel, seit 2008 Chefredakteurin der Zeitschrift "Internationale Politik", war auf dem Rückweg von einem Termin mit Außenminister Sigmar Gabriel. Der SPD-Politiker twitterte am Freitagmittag: "Ich bin bestürzt über den Tod von Dr. Sylke Tempel. Meine Gedanken sind bei ihren Angehörigen." In einer offiziellen Stellungnahme des Auswärtigen Amtes heißt es: "Wir trauern um eine gute Freundin und leidenschaftliche Außenpolitikerin. Ihr Tod ist ein schwerer Verlust für uns in Deutschland und weit darüber hinaus. Wer Dr. Sylke Tempels Weg, ihre Analysen und Diskussionsbeiträge über die Jahre verfolgt hat, der konnte nicht anders, als ihren klugen und warmen Blick, ihre Fein- und Scharfsinnigkeit auf das Höchste zu schätzen."

Laut Polizeimeldung wurde der Wagen, in dem Sylke Tempel mit zwei weiteren Frauen saß, zunächst von einem umgefallen Baum blockiert. Als die Frauen ausstiegen, um den Weg freizumachen, geschah das unfassbare Unglück: Ein anderer Baum kippte um, Sylke Tempel wurde so schwer am Kopf getroffen, dass sie sofort verstarb, wie "Bild" meldet. Eine Mitfahrerin wurde schwer verletzt, die andere leicht, hieß es.


Sylke Tempel, geboren 1963 in Bayreuth, studierte Geschichte, Politische Wissenschaften und Judaistik. Nach ihrer Promotion wurde sie Nahostkorrespondentin der "Woche", später Redakteurin der "Jüdischen Allgemeinen". Auch als Autorin hatte sie einen guten Namen: Zuletzt erschienen "Israel. Reise durch ein altes, neues Land" (2008) und "Die Tagesschau: Das große Deutschlandbuch" (2010) im Rowohlt Verlag.


Am Freitag hieß es in einer Bilanz, dass der verheerende Sturm "Xavier" mindestens sieben Todesopfer forderte.


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