Porno schlägt Fußball: So erfolgreich war der Münchner Skandal-"Tatort"

"So hat die ARD uns den 'Tatort' versaut", ätzte die größte deutsche Boulevardzeitung gegen den gestrigen Sonntagskrimi. Der Münchner "Tatort: Hardcore" spielte im Porno-Milieu und überraschte mit teils sehr Szenen und Dialogen. Beim Publikum kamen die "Bäh-Szenen" ("Bild") allerdings äußerst gut an: 9,12 Millionen Zuschauer wollten sehen, wie die Kommissare Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) den Tod einer Pornodarstellerin aufklärten. Das entsprach einer Einschaltquote von 25,5 Prozent und dem Tagessieg. Auf Platz zwei der meistgesehenen Sendungen landete am Sonntagabend das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Aserbaidschan, das RTL übertrug.

Angesichts des Pornokonsums der Bundesbürger überrascht die Einschaltquote des "Tatorts" nur wenig: Mit 12,4 Prozent des weltweiten Traffics von pornografischen Inhalten lagen die Deutschen 2015 vor Spanien, England und den USA. Jede vierte Anfrage im Internet dreht sich um Pornografie, Statistiker reden von 68 Millionen Suchanfragen täglich; mehr als zwei Drittel aller Männer sowie ein Drittel aller Frauen besuchen hierzulande mindestens einmal im Monat eine Porno-Webseite.

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