"House of Cards" endet ohne Kevin Spacey

Ein skrupelloses Scheusal, dieser US-Präsident Frank Underwood! Dass aber auch sein Darsteller Kevin Spacey für skandalöse Schlagzeilen sorgen könnte, hätten sich die meisten "House of Cards"-Fans wohl nicht träumen lassen. Wie geht es weiter mit dem preisgekürten Netflix-Original, nachdem der Star der Serie wegen Belästigungsvorwürfen am Pranger steht und die Produktion seit November auf Eis liegt? Bei einer Medienkonferenz enthüllte Ted Sarandos, der Content-Chef des Streaming-Anbieters, nun die Pläne für die sechste und finale Staffel.

Auf acht Folgen wird die ab Anfang des Jahres produzierte Staffel verkürzt - und sie wird ohne Kevin Spacey stattfinden. Frank Underwood wird in dem Polit-Drama also keine Rolle mehr spielen. Stattdessen rückt seine Frau Claire Underwood in den Mittelpunkt, gespielt von Robin Wright. Wie genau die Autoren die Geschichte fortspinnen, wurde nicht bekannt. Wohl aber wurde die Erleichterung darüber deutlich, dass nun Klarheit herrscht über das Schicksal einer Produktion, bei der rund 2.000 Menschen beteiligt sind.

Die Affäre um Hauptdarsteller Kevin Spacey hatte Ende Oktober der Schauspieler Anthony Rapp durch ein Interview entfacht. Er hatte behauptet, im Alter von 14 Jahren auf einer Party vom damals 26-jährigen Spacey sexuell bedrängt worden zu sein. In der Folge äußerten weitere Männer, vom britische Star belästigt worden zu sein. Kevin Spacey teilte unterdessen mit, er werde sich in Therapie begeben. Beruflich sieht es für den Ausnahmeschauspieler nun düster aus. Zuletzt ließ der Regisseur Ridley Scott alle Szenen mit ihm nachträglich aus dem Film "Alles Geld der Welt" herausschneiden.


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