Wirbel um Deutschen Fernsehpreis: "Diese Ignoranz ist ein Skandal!"

Sie sind die Schöpfer der fiktiven Werke in Film und Fernsehen - bei den jährlichen Lobpreisungen der Branche aber anscheinend weniger erwünscht: Autorinnen und Autoren von Drehbüchern und sonstigen Stoffen fürs TV werden augenscheinlich zur Verleihung des diesjährigen Deutschen Fernsehpreises gar nicht erst eingeladen. Dies jedenfalls habe die Agentur der Veranstaltung der Autorin Kristin Derfler mitgeteilt, die sich erkundigt hatte, warum ihr Werk "Brüder" zwar nominiert, sie selbst aber nicht zur Preisverleihung eingeladen sei.

In einem von Branchenkollegen auf Facebook geteilten Beitrag ließ sie ihrem Unmut freien Lauf: "Drei Jahre Arbeit ... und nun nicht dabei?" Aus Platzmangel werde man in diesem Jahr sämtliche Autorinnen und Autorinnen nicht einladen, so wird die Agentur in dem Post zitiert: Man teile mit, "dass der Deutsche Fernsehpreis dadurch, dass es in diesem Jahr eine Serienkategorie gibt, ein deutliches Platzproblem hat und daher generell bei allen Filmproduktionen in der ersten Einladungsrunde darauf verzichtet hat, Autorinnen und Autoren einzuladen".

Mit einem Plädoyer endet Derflers Wortmeldung: "Wie oft sollen wir es denn noch sagen: Ohne uns Autoren gebe es keine Filme, wir sorgen dafür, dass all jene Menschen, die sich demnächst beim Filmpreis feiern lassen, überhaupt Arbeit haben!! Diese Ignoranz uns Urhebern gegenüber ist ein Skandal!! Es ist doch ungeheuer verlogen, wenn in der Branche immer wieder von der 'Wichtigkeit' der Autoren gesprochen wird und dann handstreichartig ein ganzer Berufsstand ausgeschlossen wird!" Der Post, den am Donnerstag auch einige renommierte Drehbuchautoren wie Volker A. Zahn geteilt haben, wurde vielfach kommentiert; unter anderem machte dabei bereits das Wort "Autorenstreik" die Runde ...


Die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises findet am Freitag, 26. Januar, im Palladium in Köln statt. Die turnusgemäße Federführung liegt 2018 bei SAT.1. Barbara Schöneberger moderiert.


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