Jung, europäisch, skeptisch

Ergebnisse der "Generation What?"-Studie: Die Jugend hat kein Vertrauen in Politik und Medien

Vergangenes Jahr starteten die Rundfunkanstalten die größte europäische Jugendstudie, die es jemals gab. Jetzt veröffentlichten sie die Ergebnisse von "Generation What?". Die Zahlen sind beeindruckend. An "Generation What?" beteiligten sich bis jetzt fast eine Million Menschen zwischen 18- und 34 Jahren aus 35 Ländern Europas. In Deutschland nahmen rund 180.000 junge Menschen teil. Sie beantworteten auf einer Homepage insgesamt 149 Fragen, die Themen gingen von Politik bis hin zu Sexualität und Familie. Eines zeigt sich dabei recht klar: Die jungen Menschen in Europa sind skeptisch, was "die da oben" betrifft. Nur ein Prozent der Befragten vertraut völlig auf die Politik, dem gegenüber stehen 45 Prozent, die "überhaupt kein" Vertrauen in sie haben.

Eine große Rolle spielt dabei die Bildung. Im am Mittwoch veröffentlichten Bericht des SINUS-Instituts steht: "Während 50 Prozent der Niedriggebildeten der Politik völlig misstrauen, sind es bei den Hochgebildeten 41 Prozent."

In allen befragten Ländern herrscht außerdem großes Misstrauen gegenüber den Medien. In Deutschland ist diese Skepsis allerdings noch weniger ausgeprägt als in anderen europäischen Ländern. Während hierzulande nur 22 Prozent überhaupt kein Vertrauen in die Medien haben, sind es zum Beispiel in Griechenland bereits 71 Prozent.


Außerdem denken fast neun von zehn Befragten, dass die soziale Ungleichheit immer mehr wächst. Die größte Zustimmung findet diese Aussage in Spanien (94 Prozent), was aufgrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit dort wohl kein Wunder ist. Deutschland liegt mit 85 Prozent im Durchschnitt.


Doch trotz allem blicken die Jugendlichen im Schnitt vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Das SINUS-Institut erklärt dies mit einem gewissen Pragmatismus der jungen Generation: "Das junge Europa ist mit zahlreichen Krisenerfahrungen aufgewachsen: dem 11. September 2001, dem Platzen der Internetblase, dem Crash der Finanzmärkte, der Klimaproblematik und zuletzt der Flüchtlingssituation. Die junge Generation hat gelernt, pragmatisch mit Ungewissheiten umzugehen."


"Generation What?" wurde von der EBU (Europäische Rundfunkunion) in Auftrag gegeben und in Deutschland vom Bayerischen Rundfunk zusammen mit dem ZDF und dem SWR koordiniert. Junge Menschen zwischen 18- und 34 Jahren können auf www.generation-what.de noch bis Mitte April 2017 an der Umfrage teilnehmen.


Amelie Heinz
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