Kurzer Blick in den Spiegel

Serien-Spin-off "The Blacklist: Redemption" startet am 25. Juli bei RTL Crime

In Zeiten, in denen selbst beliebte Serien - wie momentan bei Netflix - früh abgesetzt werden, darf man eine Laufzeit von vier Staffeln schon ziemlich lang nennen. Vielleicht war dies der Grund dafür, dass man der US-Serie "The Blacklist" bereits jetzt, mittendrin also, ein Spin-off verpasste: Man weiß schließlich nie, wann es vorbei ist. Also nutzte NBC den kleinen Hype um die Krimi-Serie, und schuf mit "The Blacklist: Redemption" einen Ableger, der die bekannten Figuren Tom Keen und Scottie Hargrave in den Mittelpunkt stellt. In den USA bereits im April ausgestrahlt, sicherte sich hierzulande Pay-TV-Sender RTL Crime, der inzwischen auch die Mutterserie zeigt, die Rechte. Ab 25. Juli sendet der Kanal (immer dienstags, um 20.15 Uhr) die acht Folgen der ersten Staffel - die zugleich die letzte ist. NBC kündigte an, "Redemption" nicht zu verlängern.

In der "The Blacklist" steht Tom (Ryan Eggold) im Schatten seiner Frau, der "Blacklist"-Hauptfigur Liz Keen. "Redemption" beschert dem Agenten nun mehr als nur einige kurze Auftritte: Er schließt sich der ebenfalls schon in Erscheinung getretenen Susan "Scottie" Hargrave (Famke Janssen) an, einer Milliardärin, die mit ihrem Mann ein privates und geheimes Militärunternehmen besitzt. Jene staatlich geduldete Paramiliz greift immer dann ein, wenn offiziellen Streitkräfte und Geheimdienste nicht mehr weiter wissen.

Klar, dass sich Tom und Scottie, die mehr verbindet als Arbeit oder Liebe, vor allem mit Hardcore-Kriminellen herumschlagen müssen. An gefährlichen Missionen mangelt es in acht Episoden des Ablegers jedenfalls nicht. Zu allem Überfluss müssen sich beide auch noch mit ihrer bewegten Vergangenheit auseinandersetzen - ein klarer Verweis auf die reizvolle Mischung des Originals aus psychologischen Motiven und actionreicher Krimikost. Tom und Scottie übernehmen in "Redemption" genau jenes Rollenverhältnis, mit dem Liz und Red "The Blacklist" zum Erfolg verhalfen.


Ob eine Spiegelung der Hauptcharaktere einer Erfolgsserie im Spin-off sinnvoll und erfolgreich ist, sei dahingestellt. Fest steht: Während etwa von "Breaking Bad"-Ableger "Better Call Saul", der die Figuren der Mutterserie aufgreift, aber eine völlig andere Herangehensweise besitzt, kürzlich bereits die vierte Staffel bestellt wurde, hat NBC "The Blacklist: Redemption" schon vor der Deutschland-Ausstrahlung wieder abgesetzt. Ein intensives, doch kurzes Vergnügen für alle Tom-Keen-Anhänger.


Während die "Blacklist"-Fans in den USA jedoch der Start der fünften Staffel ab 4. Oktober darüber hinwegtrösten dürfte, sieht es hierzulande komplizierter aus. Von einer fünften Staffel im TV können die Zuschauer in Deutschland nur träumen - schließlich warten sie seit einiger Zeit auf die Free-TV-Premiere von Staffel vier. Schlechte Quoten der dritten Staffel bewogen RTL, die ursprünglich für Anfang Mai angesetzte Ausstrahlung auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Gezeigt wurde die vierte Staffel im Januar allerdings beim Pay-TV-Sender RTL Crime, wo nun auch immer dienstags, um 20.15 Uhr, "Blacklist: Redemption" läuft.


Maximilian Haase
Fans der Fußball-Bundesliga müssen sich zu Beginn der neuen Saison auf Änderungen einstellen. Unter anderem wurden die Anstoßzeiten erweitert. Zudem teilen sich nun zwei Pay-TV-Anbieter einen nur einzigen Spieltag auf.
Junges Fernsehen, nah an der Zielgruppe: Die sechsteilige BR-Reihe "Wer zieht ein?" nimmt die Zuschauer mit auf die Suche nach neuen WG-Mitbewohnern.
Eine Senderfamilie sucht ihre Identität: Während SAT.1 ins Krimifach wechselt, sucht man bei ProSieben vor allem in Sachen Show noch nach neuen Knallern.
Eine Deutsch-Inderin soll heiraten, um ihre traditionsbewusste Oma zufriedenzustellen. "Marry Me - Aber bitte auf Indisch" bedient Multikulti-Humor zerfahren und wenig witzig.
Nach einem enttäuschenden Start 2015 mausert sich "Der Bozen-Krimi" zur sehenswerten Krimi-Reihe.
Die ZDF-Reportage von Gert Anhalt zeigt junge Sizilianer, die das "Eiland des Elends" endlich nach vorne bringen wollen.
"Profiling Paris" hat sich am späten Donnerstagabend bei SAT.1 etabliert. Der Sender zeigt nun zehn neue Folgen der siebten Staffel.
Romantische Beziehungskomödie mit Sandra Bullock und Frauenheld Hugh Grant, die beiläufig auch noch als Liebeserklärung an New York gesehen werden kann.
Nur ein paar Quadratmeter reichen den Machern der neuen Sky-Serie: "Room 104" spielt in einem einzigen Hotelzimmer.
Keine Drachen, dafür alternative Geschichte: Die Macher von "Game of Thrones" haben ihr nächstes Serienprojekt vorgestellt.
Jörg Wontorra meldet sich mit einem Fußball-Talk am Sonntagvormittag zurück. Sein neues Format bei Sky Sport News HD geht in direkte Konkurrenz mit dem legendären "Doppelpass".
Schon wieder Berlin: In einer neuen Netflix-Serie ist die deutsche Hauptstadt Schauplatz eines Spionage-Plots.
Survivalshows gibt es viele im Fernsehen. "The Wheel - Survival Games" hat allerdings ein besonders fieses Konzept.