Eine neue Ära?

"Star Trek" ist zurück (ab 25. September, montags, Netflix)

Trekkies haben (eigentlich) einen Grund zur Freude: CBS schickt zwölf Jahre nach dem Ende von "Star Trek: Enterprise" mit der "Discovery" wieder ein Raumschiff durch die unendlichen Weiten des Weltraums. Ob es eine erfolgreiche Mission wird, steht in den Sternen. Denn kaum eine Fangemeinde ist so kritisch wie die Freunde des "Star Trek"-Universums. Und so gab es im Vorfeld nach Veröffentlichung der ersten Bilder und Trailer bereits einiges an Stunk vonseiten der Fans. Vielleicht ist auch das mit ein Grund, warum sich CBS und der Streamingdienst Netflix, der die Serie hierzulande offeriert, im Vorfeld sehr bedeckt halten. Die Spannung soll bis zum 25. September so hoch wie möglich gehalten werden. Schließlich hat man einiges investiert: Eine "durchschnittliche" Episode verschlang etwa acht Millionen US-Dollar an Produktionskosten.

Ein paar Details sind trotzdem schon bekannt: Die Handlung der neuen Serie setzt etwa zehn Jahre vor den Abenteuern von Captain Kirk, Spock und Co. in "Raumschiff Enterprise" ein. "Star Trek: Disvovery" spielt im Hauptzeitstrahl, das bedeutet, nicht in der Kelvin-Zeitlinie, die in den seit 2009 erschienenen Kinofilmen etabliert wurde. Hauptfigur ist die Offizierin Michael Burnham (Sonequa Martin-Green, "The Walking Dead"), die mit der U.S.S. Shenzhou unter Leitung von Captain Georgiou (Michelle Yeoh) auf feindlich gesinnte Klingonen und Spocks Vulkanier-Verwandtschaft stößt, wie der spektakuläre Trailer bereits verriet. Die Vulkanier kennt Burnham sehr gut, wurde sie doch von Sarek (Spocks Vater) aufgezogen.

Eigentlich sieht Michael Burnham ihre Zukunft auf der Shenzhou, doch eine verhängnisvolle Entscheidung beeinflusst nicht nur ihr Leben, sondern hat auch Auswirkungen auf die gesamte Sternenflotte und auf die Föderation. Diese Entscheidung führt die Offizierin schließlich an Bord der U.S.S. Discovery, die unter dem Befehl von Captain Lorca (Jason Isaacs) steht.


Getragen von der Ästhetik und Stimmung der klassischen Serien und Filme des Kult-Franchise werden laut den Machern in der Produktion diverse menschliche respektive außerirdische Dramen zu erwarten sein. Im Zentrum der ersten Staffel stehen der Konflikt und die ersten Begegnungen mit den Klingonen, deren verändertes Aussehen bei den Fans im Vorfeld wenig Begeisterung auslöste. Ansonsten wird man in "Star Trek: Discovery" wie gewohnt aktuelle Kontroversen in die Handlung einfließen lassen.


"Raumschiff Enterprise" war 1966 seiner Zeit weit voraus, und auch "The Next Generation", "Deep Space Nine", "Voyager" und "Enterprise" haben immer wieder diverse gesellschaftliche Fragen aufgegriffen und behandelt. "Discovery" ist nun die erste "Star Trek"-Serie, die eine dunkelhäutige Frau als Hauptcharakter hat. Zudem taucht erstmals auch eine offen homosexuelle Figur auf. Schauspieler Anthony Rapp verkörpert Lieutenant Stamets, der auf dem Raumschiff als Experte für außerirdische Pilze dient. Rapp ist zudem nicht solo, sein Ehemann wird von Wilson Cruz verkörpert.


Von Anfang an waren die Auftraggeber von CBS darauf bedacht, möglichst viel "Star Trek"-Erfahrung am Set zu bündeln. Das ist ihnen offensichtlich gelungen. Jonathan Frakes ("Star Trek: The Next Generation") wird bei einer Episode der ersten Staffel Regie führen. Auch die Co-Produzenten und Co-Autoren Alex Kurtzman ("Star Trek", "Star Trek - Into Darkness") und Nicholas Meyer ("Der Zorn des Khan", "Das unentdeckte Land", "Zurück in die Gegenwart") sind "Star-Trek"-versiert. Als Showrunner von "Discovery" war Bryan Fuller ("Star Trek: Raumschiff Voyager", "Star Trek: Deep Space Nine") vorgesehen, 2016 gab er den Job aber an Gretchen Berg und Aaron Harberts weiter und fungiert nur noch als ausführender Produzent. Mit Rod Roddenberry wirkt zudem der Sohn des "Star-Trek"-Erfinders Gene Roddenberry als ausführender Produzent und Autor mit. Doch ob all das genügt, die Fanmeute zufrieden zu stellen?


Die Verantwortlichen geben sich zuversichtlich, die zweite und dritte Staffel "Star Trek: Discovery" sind angeblich bereits in der Mache. Sie sollen allerdings nicht mehr vom Krieg mit den Klingonen handeln. Die erste Staffel ist hierzulande ab 25. September auf Netflix zu sehen. Alle 15 Episoden werden wöchentlich montags ausgestrahlt. Allerdings erfolgt die Ausstrahlung in zwei Abschnitten. Die ersten acht Folgen zeigt das Streamingportal bis zum 6. November, die zweite Staffelhälfte startet erst im Januar 2018. In diesem Sinne: "Lebe lang und in Frieden."


Amelie Heinz
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