Krieg für Kinder - auf KiKa!

Eine neue deutsch-polnische TV-Serienproduktion wagt sich auf schwieriges Terrain

Der Schrecken des Krieges, aufbereitet für Kinder ab dem achten Lebensjahr - macht das Sinn? Die deutsch-polnische Serie "Der Krieg und ich" betritt medienpädagogisches Neuland.

Die Dramaserie "Der Krieg und Ich", die derzeit in Deutschland und Polen entsteht, erzählt davon, wie Kinder Krieg erleben - aus der Perspektive der Jüngsten und für ein Publikum ab acht Jahren. Unter der Regie von Matthias Zirzow ("Schloss Einstein") zeigen acht Folgen die Geschehnisse jeweils aus der Perspektive eines Kindes, das den Einbruch des Krieges in sein Leben beschreibt. Basis der Drehbücher sind Tagebuchaufzeichnungen, die Kinder während des Zweiten Weltkrieges zu Papier brachten.

Acht Protagonisten zaubert die Koproduktion des SWR mit internationalen Partnern auf den Bildschirm des Kinderkanals, wo das Werk voraussichtlich Ende 2018 zu sehen sein wird: Kriegskindheiten am norwegischen Fjord, im schottischen Clydebank, in der Steppe Kasachstans oder im KZ Auschwitz. Ergänzt werden die Realfilmszenen durch kunstvolle Modelle, die das renommierte polnische CeTa Studio in Wroclaw zum Projekt beiträgt. Die handelnden Charaktere werden als Modellfiguren in diese Welten hineinarrangiert. Auf diese Weise soll eine Abstraktionsebene geschaffen werden, um den Kindern besonders schwierige Inhalte wie Tod im KZ vermitteln zu können.


Acht Kriegsschausplätze vermittelt die Serie in ebenso vielen Folgen. Kinder aus Deutschland, Norwegen, Frankreich, Polen, Schottland, der Sowjetunion und der Tschechischen Republik kommen über ihre Tagebuch-Eintragungen zu Wort. Dabei werden Erlebnisse wie Kindheit und Familie im "Dritten Reich", Leben im Ghetto, Flucht und Kriegswaisen, Kindersoldaten, Konzentrationslager und Befreiung thematisiert.


Wissenschaftlerinnen vom "Internationalen Zentralinstitut fur das Jugend- und Bildungsfernsehen" (IZI) in München begleiteten den ambitionierten Seriendreh, der auch Kritik ernten könnte. Um die Produktion pädagogisch abzusichern, wurden mehr als 80 Kinder aus dritten und vierten Klassen zu Rohfassungen einzelner Drehbücher befragt. Dabei ging es nicht nur um die Bewertung der Plots, sondern auch das Erfassen historischer Zusammenhänge.


Zeitgleich zur Kinderstudie lief eine Onlinebefragung von Pädagogen zur Bewertung von Archivmaterial, bei der einzelne Bilder und Sequenzen auf Zumutbarkeit abgefragt wurden.


Eric Leimann
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