Das Ende der heilen Welt

Der schwarzhumorige Roadtrip "The End of the F***ing World" ist ab 5. Januar bei Netflix zu sehen

Eine normale Teenie-Serie über zwei Außenseiter ist Netflix nicht genug. Denn mit eigenwilligen, komplexen Stoffen wie "Tote Mädchen lügen nicht" oder "Riverdale" hat der VoD-Gigant in der Vergangenheit (und Gegenwart) seine Abonnenten begeistert. Nun präsentiert der Streamingdienst auch mit der britischen Serie "The End of the F***ing World" einen mutigen Stoff, der sich eher gegen Konventionen richtet, anstatt diese zu bedienen.

Im Fokus der Handlung stehen die beiden Siebzehnjährigen James (Alex Lawther) und Alyssa (Jessica Barden), die sich gemeinsam auf einen Roadtrip begeben, um Alyssas Vater zu finden, der sie und ihre Mutter vor Jahren verlassen hat. Doch beide haben unterschiedliche Beweggründe: Die kühle, launische Alyssa hat sich in James verliebt, der Junge hingegen ist fest davon überzeugt, ein Psychopath zu sein. In Alyssa hat er nun endlich ein menschliches Ziel für seine mörderischen Neigungen gefunden, die er bisher nur an Tieren ausgelassen hat. Ob sie als Team funktionieren können, muss sich zuerst noch zeigen, denn im Laufe ihrer Reise wird James zunehmend bedrohlicher, und die beiden geraten in einen surrealen Strudel aus Gefahr und Gewalt.

Apropos surreal - Roberto Troni, der Redaktionsleiter des britischen Fernsehsenders E4, auf dem die Serie bereits im Oktober ihre Free-TV-Premiere gefeiert hat, hat den Stoff treffend umschrieben. Würde David Lynch eine romantische Road-Movie-Komödie über zwei Teenie-Außenseiter in der britischen Vorstadt drehen, dann würde sie laut Troni möglicherweise wie "The End of the F***ing World" aussehen.


Auch Murray Ferguson, der Chef der Produktionsfirma Clerkenwell Films, betont die Originalität des ambitionierten Projekts, das auf der gleichnamigen Comicbuchreihe von Charles Forsman basiert. Die unkonventionelle Figurenkonstellation im Zusammenspiel mit der düsteren Atmosphäre und dem steten Wechselspiel zwischen (schwarzem) Humor und absurder Brutalität klingt wie maßgeschneidert für Netflix, weswegen sich der Streamingdienst auch die Rechte an der internationalen Vermarktung der Serie gesichert hat.


Ab Freitag, 5. Januar bietet die Plattform direkt alle acht je 30-minütigen Folgen zum Streamen an. Dann kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie irre "The End of the F***ing World" wirklich ist.


Markus Schu
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