Der Super Bowl kann kommen

Generalprobe bestanden: ProSieben punktet mit American Football

Sport bei ProSieben: Das ist eher ungewöhnlich. Bei dem Sender, der am Sonntagabend sonst mit sogenannten Blockbustern zur besten Sendezeit seine Quoten einfährt, flog nun das Ei. Mehr als acht Stunden lang zeigte ProSieben die Conference Finals im American Football der nordamerikanischen Profi-Liga NFL. Der Zuspruch war für den eigentlichen Spielfilme-, Serien- und Eventshow-Sender erfolgreich. Das stärkt den Verantwortlichen den Rücken für die Pläne rund um das kommende Highlight: den Super Bowl. Bevor am Sonntag, 4. Februar, die New England Patriots und die Philadelphia Eagles das Endspiel der American-Football-Saison austragen, hat der Sender mit seinem männeraffinen Ableger ProSieben MAXX noch sehr viel vor.

Das war durchaus gewagt. ProSieben mutete seine Zuschauern, die eigentlich Serien und Hollywood-Streifen gewohnt sind, US-amerikanischen Sport zu. Und das an einem Sonntagabend, dem wichtigsten Tag einer TV-Woche zur besten Sendezeit. Hierzulande ist American Football trotz steigender Begeisterung immer noch in der Nische. Dennoch verzeichnete der Münchner Sender am 21. Januar mit den Conference Championships der AFC (American Football Conference) und NFC (National Football Conference) überzeugenden Zuspruch.

Bereits um 19.05 Uhr waren die "Die 20 spektakulärsten Geschichten zum Super Bowl" zu sehen. Dieser Start allerdings verlief stotternd. Nur 6,3 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer wollten ein Zugeständnis an den weniger Football-Begeisterten sehen. Als das Ei zwischen den später siegreichen New England Patriots und den Jacksonville Jaguars dann endlich flog, waren in der Spitze 14,5 Prozent am späteren Abend vor den Bildschirmen. Damit war der Zuspruch über die Sendernorm gestiegen.


Selbst das sehr eindeutige zweite Spiel zwischen den siegreichen Philadelphia Eagles gegen die Minnesota Vikings (38:7) erreichte in der Spitze einen bärenstarken Marktanteil von 19,1 Prozent bei den Umworbenen - das allerdings weit nach Mitternacht.


Auf dieses "Experiment" mit Football zur Primetime kann ProSieben sich weiter einlassen. Gerade eine sehr zahlreicher werdende Community steht sehr hinter ihrem Sport. Die das absolute Highlight am Sonntag, 4. Februar, auch ganz bestimmt nicht aus den Augen verlieren wird. Dann spielen die New England Patriots gegen die Philadelphia Eagles in Minneapolis um den Super Bowl.


Jan Stecker, Christoph "Icke" Dommisch , Patrick Esume und Ex-NFL-Profi Sebastian Vollmer werden ab 22.50 Uhr live aus dem U.S.-Bank-Stadium berichten. Eine Mannschaft, die beim stetig wachsenden Fankreis gut ankommt und sich durch eine große Nähe zum Sport wie auch zur Fanszene auszeichnet. Christoph "Icke" Dommisch beispielsweise ist wie ein Fanzine auf zwei Beinen: Er war früher lediglich ein extremer Football-Fan und verbrachte seine Nächte mit Internet-Streams aus der NFL. Heute hat der Brandenburger aus seiner Besessenheit einen Beruf gemacht. Als "Netman" transportiert er mit seiner ungefiltert spontanen Art viel Community-Begeisterung für Football bei ProSieben MAXX und ProSieben. Patrick Esume war ein Hamburger Football-Spieler und ist heute als Coach tätig. Auch Jan Stecker war in den 90er-Jahren ein Football-Crack.


Auf ProSieben MAXX geht es in die sogenannte "Hot Week". Weiterhin läuft dort immer dienstags, gegen 22.30 Uhr, das wöchentliche Magazin "Coachs Corner" mit Patrick Esume. Eine Woche vor dem Endspiel wird zudem ein tägliches Magazin beim Männersender gezeigt: Von Montag bis Freitag wird Max Zielke zwischen 19.45 und 20.15 Uhr gemeinsam mit den Reportern vor Ort auf den Super Bowl einstimmen.


Andreas Schöttl
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